Gewaltfreie Kommunikation – Eine Utopie?
17. August 2011
In meinem Posteingang fand ich letztens eine Ankündigung für ein Seminar über die Grundlagen der gewaltfreien Kommunikation.
Nun, der regelmäßige Leser wird ahnen, dass ich weder ein Anhänger des Idealismus bin, noch mit einem (semi-)esoterischen „Licht und Liebe“ etwas anfangen kann. Ich bin ein standhafter Anhänger des modernen Irrationalismus und die Verklärung der Verhältnisse bestätigt mich hier jeden Tag aufs Neue. Vermutlich tue ich dem Absender damit Unrecht, aber vor meinem geistigen Auge sah ich schon ausgiebiges Gruppenkuscheln, Räucherkerzen, meditative Musik … und alle haben sich lieb. Ein völlig abstruser Gedanke, der mir kalte Schauer über den Rücken laufen lässt.
Klar ist mir, dass dies jetzt keine „gewaltfreie“ Einleitung gewesen ist.
Operative Hektik …
29. Juli 2011
… ersetzt geistige Windstille, und vorauseilender, blinder Aktionismus ist der Todesstoss für die Demokratie.
In diesen Tagen können wir nur mit völligem Entsetzen und Fassungslosigkeit nach Norwegen schauen. Es ist die Zeit der aufrichtigen Anteilnahme und Trauer um die zu Tode gekommenen Menschen der Anschläge auf der Insel Utøya und in Oslo.
Wo sind die Kondolenzbücher der SPD? Es wäre ein wichtiger, wenn auch trauriger
Anlass den Genossinnen und Genossen in Norwegen unsere Solidarität zu erweisen.
Auf der Suche nach einer neuen Gesellschaftsform IV
22. Juli 2011
Die Welt ist eben die Hölle,
und die Menschen sind einerseits die gequälten Seelen
und andererseits die Teufel darin.
(Arthur Schopenhauer)
Zwei große philosophische Strömungen stehen sich seit dem 18 Jahrhundert gegenüber.
Der deutsche Idealismus mit Hegel und der Irrationalismus mit Schopenhauer als Galionsfiguren ihrer Denkrichtung. Das der Idealismus und auch der Irrationalismus jeweils an der Realität krankt, ist nicht weiter verwunderlich, denn im Grunde kranken alle –ismen … (Lehren) daran.
Der Weg …
23. November 2010
Der Weg des Geistes ist der Umweg.
(Georg Wilhelm Friedrich Hegel)
Die Eule der Minerva
20. April 2010
Wenn die Philosophie ihr Grau in Grau malt, dann ist eine Gestalt des Lebens alt geworden, und mit Grau in Grau lässt sie sich nicht verjüngen, sondern nur erkennen; die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug.
(Georg Wilhelm Friedrich Hegel in: Grundlinien der Philosophie des Rechts)
