Ausgabe: 315
Sonntag, 20. Mai 2012

Gewaltfreie Kommunikation – Eine Utopie?

17. August 2011

In meinem Posteingang fand ich letztens eine Ankündigung für ein Seminar über die Grundlagen der gewaltfreien Kommunikation.
Nun, der regelmäßige Leser wird ahnen, dass ich weder ein Anhänger des Idealismus bin, noch mit einem (semi-)esoterischen „Licht und Liebe“ etwas anfangen kann. Ich bin ein standhafter Anhänger des modernen Irrationalismus und die Verklärung der Verhältnisse bestätigt mich hier jeden Tag aufs Neue. Vermutlich tue ich dem Absender damit Unrecht, aber vor meinem geistigen Auge sah ich schon ausgiebiges Gruppenkuscheln, Räucherkerzen, meditative Musik … und alle haben sich lieb. Ein völlig abstruser Gedanke, der mir kalte Schauer über den Rücken laufen lässt.
Klar ist mir, dass dies jetzt keine „gewaltfreie“ Einleitung gewesen ist.

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Aggressionen und andere Ausraster

11. August 2011

Der Entwurf für diesen Artikel liegt schon seit dem 22.12.2008 herum, und nun denke ich, dass es langsam an der Zeit ist, ihn zu vollenden.

Wie kommt es eigentlich zu Ausbrüchen von Aggressionen, wie wir sie aktuell und immer wieder in unserer Gesellschaft erleben? Bei solch manchmal irrational anmutenden Ereignissen tendieren wir sehr schnell dazu dem- oder denjenigen eine psychische Labilität oder eine anderweitig krankhafte Ader zuzusprechen. Wie kann es aber dazu kommen, das scheinbar völlig normale und unscheinbare Menschen, die inmitten der Gesellschaft agieren auf einen Schlag derartig aus der Masse heraustreten (müssen)? Der Statistiker in mir denkt zwar, dass ein gewisses Quantum an Entgleisungen in jeder Menge vorkommt und somit ganz natürlich ist, aber dennoch muss es Ziel einer Gesellschaft sein solche Entgleisungen, oder die Gefahr von Tendenzen die zu einer Entgleisung führen können, zu minimieren.

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Operative Hektik …

29. Juli 2011

… ersetzt geistige Windstille, und vorauseilender, blinder Aktionismus ist der Todesstoss für die Demokratie.

In diesen Tagen können wir nur mit völligem Entsetzen und Fassungslosigkeit nach Norwegen schauen. Es ist die Zeit der aufrichtigen Anteilnahme und Trauer um die zu Tode gekommenen Menschen der Anschläge auf der Insel Utøya und in Oslo.

Wo sind die Kondolenzbücher der SPD? Es wäre ein wichtiger, wenn auch trauriger
Anlass den Genossinnen und Genossen in Norwegen unsere Solidarität zu erweisen.

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Auf der Suche nach einer neuen Gesellschaftsform III

20. Juli 2011

Warum wirtschaften wir überhaupt?

Ich würde mal behaupten: Aus Faulheit und einem persönlichen Egoismus heraus. Der Mensch als Stammeswesen hat sehr schnell mitbekommen, das nicht jeder über die gleichen Fertigkeiten und Fähigkeiten verfügt. Als denkendes Wesen kommt er schnell zu dem, was wir Arbeitsteilung nennen. Es ist aus vielerlei Hinsicht praktisch. Nicht jeder muss alles können, und zudem können „Spezialisten“ wesentlich effizienter arbeiten. Daraus resultiert aber eine gegenseitige Abhängigkeit. Man muss sich aber auch darauf verlassen können, dass jeder seinen Part erledigt. Wenn wir hier den Menschen als Stammeswesen betrachten, so mag die familiäre Bindung als Garantie noch genügen.

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Auf der Suche nach einer neuen Gesellschaftsform I

18. Juli 2011

„Freiheit statt Sozialismus“, so hieß ein Wahlslogan der CDU aus den 60’ern und nach den Erfahrungen der letzten 20 Jahre könnte man dem noch getrost hinzufügen: „- aber der Kapitalismus ist auch keine Lösung“.

Was können wir aus den Erfahrungen der Geschichte lernen, sofern wir mal davon ausgehen, dass die Menschheit überhaupt lernfähig ist?

Beide Systeme sind in hohem Masse instabil.

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