Ich habe mal von meinen beiden „Egos“ gesprochen, von denen eines verschwinden soll, aber ganz so einfach ist die Sache ja doch wohl nicht.

Kürzlich bekam ich den Tipp das Buch „Aussöhnung mit dem inneren Kind“ von Erika J. Chopich und Margaret Paul zu lesen. Und wie soll ich es sagen, denn obwohl ich mich nicht gerade zu den emotional Berührbaren halte, stand mir doch recht häufig das Wasser in den Augen.

Ich konnte mich in diesem Buch wiedererkennen und ich beginne so langsam mein eigenes Handeln zu verstehen. Es ist wie ein bunt durcheinander gewürfeltes Puzzle, das sich langsam zusammensetzt und Gestalt annimmt. Ein Verständnis für das eigene Handeln zu bekommen ist doch die Grundvoraussetzung um durch aktives und eigenes Tun seine Handlungsabläufe zu hinterfragen und zu beeinflussen. Die Autorinnen gehen davon aus das in unserem Körper zwei Personen wohnen. Zum einen das Kind, welches die emotionale Ebene Verkörpert, zum anderen der Erwachsene, der für die reine Ratio verantwortlich ist. Reden diese beiden Personen nicht miteinander kann, so die Meinung der Autorinnen, der Mensch nicht vollständig und harmonisch sein, sondern lebt im Zwiespalt von Emotion und Ratio. Eine zerrissene Person also, die nicht als Einheit agieren kann.

Wenn ich also sage, das mein „Fail-Over“ ich immer dann auftaucht, wenn ich meine ich könnte eine Situation nicht mehr ertragen, dann ist es im Grunde der Erwachsene der von Außen betrachtet und ebenso agiert, wie ich es in meiner Kindheit oft empfunden habe. Böse gesagt ergötzt sich der Erwachsene am Versagen und der Hilflosigkeit des Kindes, womit seine Wertlosigkeit ein weiteres Mal bestätigt wird. … Ich glaube wir drei müssen uns mal unterhalten …

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