Also, ich versuche ja die Ursachen meiner Verhaltensmuster zu ergründen, denn wenn ich die Muster verstehe und rechtzeitig zu erkennen lerne, kann ich auch versuchen ungeliebte Verhaltensmuster zu ändern und entsprechend gegensteuern.

Was mir in letzter Zeit schon mehrfach gesagt wurde ist, dass wenn ich mich mit einer Person unterhalte, ich meinem Gegenüber das Gefühl vermittle, in diesem Moment „der wichtigste Mensch der Welt zu sein“. Ein Verhalten, welches von Frauen eindeutig als Flirtverhalten interpretiert wird, obwohl dies im Grunde so gar nicht beabsichtigt ist.

Hin und wieder scheint die ein oder andere Dame darauf sogar mit entsprechenden dezenten Signalen zu reagieren, was von mir jedoch keineswegs registriert und schlichtweg ignoriert wird. Nun, wenn ich dann erst einmal einen Gesprächspartner gefunden habe, der mir die gewünschte Aufmerksamkeit entgegen bringt versuche ich diese Aufmerksamkeit und Intensität auch auf Biegen und Brechen zu erhalten, ohne das ich es registriere wenn mein Gesprächspartner schon längst innerlich abgeschaltet hat.

Schön, wenn man so etwas dann im Nachhinein erzählt bekommt … Sag mal, hast du gar nicht mitbekommen wie die „XYZ“ dich angeschaut hat? Nöö, kann ich da nur sagen, hab ich nicht mitbekommen. Im Nachhinein ist es kaum mehr möglich die Situation sich derart differenziert in Erinnerung zu rufen, das man Feinheiten und Verhaltensmuster erkennen könnte, zumal ich sie selber ja nicht registriere. Das müsste ich eigentlich just in dieser Situation machen. Daher kann ich nur sagen, wenn mir so etwas noch einmal passiert, dann tritt mir bitte auf den Fuß, damit ich die aktuelle Situation erkennen und analysieren kann. Dann kann ich auch lernen gegenzusteuern.

Dieser Zwang des „nach Aufmerksamkeit betteln“ … sitzt tief, und ist wohl seit der frühesten Kindheit erprobt und immer verfeinert worden. Es ist etwas, was sich immer nach Außen orientiert, denn in der Familie, Beziehung, Ehe werde ich eh „abgelehnt“, also werfe ich alles, was ich habe nach Außen. Leider ein Pech für denjenigen, der mit mir zusammen irgendwo hingeht, denn er verkörpert das „Innere“ und wird nicht mehr so richtig wahrgenommen. Ja, es war interessant und aufschlussreich sich einmal mit „neutralen“ Personen darüber zu unterhalten. Vorwürfe, wie ich sie gewohnt war, sind zwar verständlich und nachvollziehbar, helfen mir aber nicht eine Situation zu erkennen und zu klären. Hmmm, eines macht mich aber jetzt doch nachdenklich: Sollten meine bisherigen Beziehungen aus einem anfänglichen Missverständnis heraus entsprungen sein?

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