Die Verwendung von Symbolen, oder auch Bildern hat eine sehr lange Tradition in der Menschheitsgeschichte. Ihr Ursprung stammt wohl zweifelsohne aus einer Zeit, in der Schrift kein gängiges Kommunikationsmittel zum Austausch von Informationen war.

Und schon stößt man auf ein großes Problem: Wie kann ich Informationen so verbreiten, dass sie auch unmissverständlich verstanden werden? Aufgrund der Tatsache, das der Rückkanal, also das direkte Feedback fehlt, an dem ich als Absender einer Information feststellen kann, ob diese auch richtig verstanden wurde, muss ich bei einer bildlichen Darstellung eine Form wählen die „allgemein“ verständlich ist. Woher beziehe ich aber meine „Bildwörter“?

Die Antwort ist relativ einfach: Aus meiner eigenen Umgebung, denn die kenne ich. Somit schränkt sich das Verständnis dieser Bilder auch schon regional ein. Seit den ersten Felsenzeichnungen lässt sich die Bemühung erkennen allgemeingültige Symbole zu finden, um Informationen schriftlos zu kommunizieren. Auch in heutiger Zeit arbeitet man immer noch an einer solchen Kommunikationsform.

Ich möchte da zum einen an die Plakette verweisen, welche auf der Außenseite der Raumsonde Voyager angebracht ist, die außerirdischen Lebensformen Informationen über uns, den Menschen und die Erde vermitteln soll. Aber auch im alltäglichen Leben begegnet uns diese Bildersprache, nur nennen wir sie heute Piktogramme. Ein wichtiger Punkt bei der Gestaltung solcher Piktogramme ist die Stilisierung, die Reduzierung oder auch Vereinfachung auf das Wesentliche.

Diese Technik ist nicht neu und bereits vielfältig eingesetzt worden. So werden aus den Bildern letztendlich Symbole. Viele der Symbole, die uns heute Täglich begegnen, oder die wir auch gerne als Schmuck um den Hals tragen sind im Grunde nichts anderes Als Informationsträger. Tiere, oder besser gesagt Tierabbildungen sind schon immer gerne als Informationsträger verwendet worden. Löwen, Greife, Drachen, Hirsche und so weiter … sie alle verkörpern bestimmte Eigenschaften, oder Kombinationen von Eigenschaften, oder archetypische Prinzipien und sind durchaus auch in einem regionalen und mitunter wohl auch religiösen/kulturellem Kontext zu sehen. Diese Piktogramme zu tragen, oder zu verwenden symbolisiert die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe/Stamm oder vergleichbarem und zeigt mir welche Eigenschaften mein Gegenüber verkörpert oder auch gerne verkörpern möchte.

Trotz aller Bemühungen kann allerdings nicht sichergestellt werden, das diese Bilder überregional, oder auch durch die Zeiten verstanden werden, wie sie ursprünglich gemeint waren. Es ist manchmal schon schwierig genug Piktogramme zu erkennen.

Eines meiner Lieblingsbeispiele ist die mittelalterliche Darstellung von Armbrustschützen. Um die Information „Dies ist ein Armbrustschütze“ weiterzugeben wurde hier von der realistischen Darstellung der Szene abgewichen und der Armbrustschütze hält seine Waffe um 90° gedreht, damit man überhaupt erkennen kann, das es sich um einen Armbrustschützen handelt. Hier sagt uns unser gesunder Menschenverstand schon, dass es sich nicht um eine realistische Darstellung handeln kann, doch sei hier die Frage erlaubt ob wir sicher alle Stilisierung auch als solche erkennen und entsprechend richtig interpretieren können?

Das einmal so als kurzer Anriss eines großen Problems zum Verständnis von Symbolen.

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