Nach dem ganzen Aufschrei über steigende Öl-, Gas- und Lebenshaltungskosten sollte man meinen, das ein ernsthaftes Bemühen der Gesellschaft daraus erwächst, die Probleme unserer Zeit erfolgreich und vor allem auch nachhaltig zu meistern.

Scheinbar wird aber doch nur wieder ein Sommertheater daraus gemacht, und es bleibt alles so wie es ist. Zeit haben wir ja noch genug, wie viel das sein wird, das weiss keiner ganz genau und sicher, aber solange es uns selbst nicht existenziell bedroht, schieben wir es doch lieber auf die lange Bank.

Die nachfogenden Generationen werden schon damit klarkommen und und unsere Gewissenhaftigkeit danken. Also weitermachen, als hätten wir nichts gehört und gesehen ist nun die Devise, aber wie lange mag das gut gehen, und viel wichtiger, zu welchem Preis? Sicherlich scheuen wir uns davor neue Wege zu gehen, denn sie bergen immer auch die Gefahr in eine Sackgasse zu geraten, oder das andere persönliche Einschnitte notwendig werden, zu denen ich nicht bereit bin.

Nachhaltigkeit ist ein Wort, das aus unserem Sprachgebrauch schon fast verschwunden ist. Grosse Konzerne leben nur von einem Quartalsbericht zum nächsten. Diese Einstellung hat sich auch bereits in unserer Gesellschaft erschreckend weit verbreitet. Die Konzentration auf das eigene Ego, dem Hier und Jetzt ist das, was den Jugendlichen heute vorgelebt wird. Unsoziales Verhalten, von der Korruption, Steuerhinterziehung und anderer persönlicher Vorteilsnahme bekommen wir tagtäglich als „state of the art“ von den Vorbildern unserer Gesellschft vorexerziert. So ist es nicht verwunderlich, das sich Heranwachsende, als auch Erwachsenen sich an diesen Vorbildern orientieren.

Doch wohin wird uns das letztendlich führen?
Mir schiesst da ein lustiges Bild durch den Kopf … Die Gesellschft hat ein Gummiband um ihren Bauch gewickelt, welches an einem Punkt fixiert ist. Je weiter wir laufen, desto höher wird die Spannung und es wird immer schwieriger die gleiche Geschwindigkeit aufrechtzuerhalten. Was mag wohl passieren wenn sie einfach weiterfäuft? Nun, da gibt es zwei Möglichkeiten:

Zum einen könnte das Gummiband reissen, und die bis dahin aufgebaute Energie entläd sich schlagartig, was die Gesellschaft schlichtweg auseinanderreissen würde, oder aber das Gummiband hält und man erreicht einen Punkt, an dem man nicht mehr die Kraft aufbringen kann sich zu halten, geschweige denn sich weiter vorwärts zu bewegen. Dann würde die Gesellschaft weit hinter die „Startmarkierung“ zurückkatapultiert werden.

Beide Optionen gefallen mir nicht, beide sind destruktiv. Was kommt, werden wir sehen, es zu beeinflussen liegt an uns, nicht an Politikern, nicht an Konzernen … sondern am Menschen selbst.

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