Das ist doch mal eine kernige Aussage! Berufe und Tätigkeiten werden immer klassifiziert und bewertet.

Dies fiel mir gerade auf, weil meine Arbeitgeber just mal wieder eine Arbeitsplatzbewertung durchführt. Diese Bewertung erfolgt anhand eines festgelegten und starren Rasters, in das man sich manchmal mehr schlecht, als recht hineinstecken lassen muss. Wie dem auch sei, so hat es mich doch einmal angeregt darüber nachzudenken.
Im Grunde ist eine Firma ja nichts anderes als eine Gemeinschaft, doch stellt sich mir hier die Frage nach dem Wert, oder eher nach der Notwendigkeit des einzelnen Mitarbeiters und seiner Tätigkeit. Letztendlich sind alle Funktionen voneinander abhängig, denn ohne die Handwerker können die Maschinen nicht laufen, der Einkäufer sorgt für die Rohstoffe, der Bediener für die Produktion, der Vertrieb für den Absatz und so weiter, um da einmal ganz grob eine Kette aufzuzeichnen. Jede Kette ist aber nur so stark wie ihr schwächstes Glied, denn hakt es an einer Stelle, so sind alle anderen gleichfalls davon betroffen. Es ist schwerlich möglich ein Glied aus dieser Kette heraus zu trennen, ohne die Stabilität zu gefährden, und jedes Glied der Kette ist notwendig, damit diese Gemeinschaft hält.

Dieses Modell lässt sich aber nun beliebig erweitern. Von einer Firma hin zu einem Dorf, einem Land, ja letztendlich sogar weltweit. Diese Abhängigkeiten zu sehen und entsprechend auch zu Handeln wird vor allem in Zeiten schwindenden Wohlstandes immer wichtiger. Es geht hier auch um das soziales Miteinander, und es fällt hier schwer eine Bewertung einzelner Tätigkeiten festzulegen. Alle sind gleichsam wichtig. Letztendlich stellt sich hier auch die Frage nach dem Wert einer Tätigkeit, denn in unserer Gesellschaft hat Notwendigkeit noch lange nichts mit Wert zu tun. Es sollte hier nicht vergessen werden, das es neben der materiellen Entlohnung auch noch eine emotionale Entlohnung gibt, in der ich jedem die Notwendigkeit und Bedeutung seiner Tätigkeit vor Augen führe.

So hat streng genommen ein Vorstandsvorsitzender die gleiche Bedeutung für ein Unternehmen wie der Bediener einer Maschine. Dieser Umstand wird aber nur allzu gerne von Vorgesetzten und Führungskräften übersehen.

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