Die Klärung der Frage nach der Seele beschäftigt die Menscheit seit anbeginn der Zeit. Jedes Zeitalter und jede Kultur hat da so ihre ganz eigenen Vorstellungen von dem, was wir gemeinhin als Seele bezeichnen.
Aber was ist die Seele denn nun? Eine unwiderlegbare Antwort habe ich auch nicht auf diese Fragestellung, aber um einmal den Merlynn eines Druidenordens zu zitieren, so kenne ich die Antwort, weil ich in der Lage bin diese Frage zu formulieren. Wie dem auch sei, dann mache ich mich halt auf den Weg und suche nach der Antwort.

Auffällig sind Parallelen der Seelenbetrachtung in den unterschiedlichsten Zeiten und Kulturen. Man könnte nun annehmen, das sie voneinader Kenntnis hatten, was aber ein kaum zu beweisendes Postulat wäre, weshalb ich zunächst einmal nicht davon ausgehen möchte.

Bei der Schöpfung ist fast immer eine höhere Instanz mit im Spiel, und diese Schöpfung steht halt in mehr oder weniger direkter Verwandschaft zu dieser Instanz. Folglich steckt in allem der Funke der Schöpfung … oder dieser höheren instanz. In der westlichen Welt wurde diese Auffassung insoweit abgeändert, als das in jedem Menschen ein Saatkorn Gottes steckt, um diese direkte Verbindung zu trennen, und nur noch die Idee dieser höheren Macht im Menschen leben lässt. Somit sind im christlichen Glauben alle Lebewesen zwar „Geschöpfe Gottes“, es existieren aber keine Abhängigkeiten und direkte Beziehungen mehr zueinander.
Anders ist dies bei den archaischen Kulturen, und den heute noch existierenden Naturvölkern, die den Menschen nicht separat betrachten, sondern als Einheit mit dem ihm Umgebenden. In dieser Einheit spielen aber die Abhängigkeiten untereinander eine wesentliche Rolle, die sich dann auch in der kulturhistorischen Entwicklung dieser Völker wiederspiegeln.

Die Idee, das der Mensch und seine Umwelt nicht separat, sondern kollektiv zu betrachten sind, ist so neu nun auch wieder nicht. C.G. Jung z.B. postuliert einen kollektiven Erfahrungsschatz. Viele Philosophen, Denker  und Mystiker sind zu ähnlichen Schlussfolgerungen gelangt. Daher finde ich Sinnsprüche wie diesen hier auch so faszinerend. Für diese Kernaussage gibt es wohl hunterte und aberhunderte von Beispielen aus den unterschiedlichsten Zeitaltern und Kulturen. So könnte man ihn schon fast als empirisch belegt ansehen.

Diese höhere Macht möchte ich in den folgenden Artikeln einmal als Schöpfungsenergie bezeichnen, und postuliere, das in allem ein Teil eben dieser Energie steckt.

Hier geht’s zum zweiten Teil
Hier geht’s zum dritten Teil
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