Nach den ersten Grundbetrachtungen macht es Sinn sich ein wenig näher mit dem „Es“ auseinander zusetzen. Freud definiert es als die Grundtriebe oder auch als das Tier in uns. Damit personalisiert er das „Es“ und fixiert es auf unsere Person. In der klassischen Seelenbetrachtung findet man die gleichen Ansätze, eine personalisierte Seele, ein Individuum.

Jung nimmt die Idee zwar auf, aber er abstrahiert sie und löst sie von der Fixierung auf das körperlich statische und gibt ihr die notwendige Dynamik. So kommt er auf das „kollektives Unbewusste“.
Wenn man Freuds „Tier“ einmal näher betrachtet, so müssen wir uns fragen, was für uns das Tier eigentlich bedeutet? Wie sehen wir das Tier? Es ist ein Bild, ein Piktogramm was Freud hier verwendet.

Für uns lebt das Tier frei von jeglichen äußeren Zwängen und agiert nur aufgrund persönlicher Notwendigkeiten nach dem Lustprinzip, welche dann für das Auge des Betrachters mitunter auch grenzbefreit erscheint.
Diese Befreiung von allen Grenzen in der Handlung führt aber auch dazu, das sich Handlungen und deren Resultate weit über die eigene Körperlichkeit hinaus bewegen.
Wenn wir diese Betrachtung einmal von der körperlichen Erscheinung trennen, so ist es der Gedanke an „Allmacht“ der uns so am Tier fasziniert. Einfach tun und lassen zu können was man will. Zwar eine etwas hinkendes Bild, aber dazu wurde auch in anderen Seelenmodellen das Tier näher spezifiziert und auch differenziert.
Diese Allmacht, oder auch Schöpfungsenergie die allem inne ist hat einen gemeinsamen Ursprung, sie stammt aus dem gleichen Punkt. So kommt es dann letztendlich zum Jung’schen „kollektivem Unbewusstem“, dem was er Seele oder auch als Geist bezeichnet. Das Problem an der Sache ist nur, das wir uns dessen nicht bewusst sind, und somit auch im alltäglichen Leben damit nichts anfangen können. Die Ahnung der Grenzenlosigkeit die in unser Bewusstsein dringt wurde in der kirchlichen Philosophie schon oftmals dazu verwendet um die Existenz Gottes zu beweisen.  Das bedeutet letztendlich aber auch nur, das „Gott“, oder zumindest ein Teil davon, auch unser „Es“ ist. Da ich allerdings nicht unbedingt den ungeklärten Gottesbegriff verwenden möchte, ziehe ich den Ausdruck Schöpfungsenergie vor.

Die Grenze des Bewusstseins ist hier eine Beschränkung die aufgehoben werden kann. Freud geht allerdings lediglich davon aus, das im Unterbewussten frühkindliche Erfahrungen und Ereignisse verborgen liegen …

Bei Jung auch

körperlich Vereinigung synonym für die Vereinigung der Archetypen …. daraus folgt eins ist alles alles ist eins

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