Es stellt sich mir nun die Frage, ob sich anhand der Erkenntnis der Funktionsweise des Austausches und des Ausgleiches sich nicht ein Geschäftsmodell entwickeln liesse, das den Erfordernissen der Nachhaltigkeit und den wirtschaftlichen Notwendigkeiten Rechnung trägt.

Vermutlich aber dürfte auch so ein Modell letztendlich an der Gattung Menschen scheitern, weil die Einsicht der Abhängigkeiten und der Kreisläufe noch lange nicht gegeben sind. Solange ein Streben nach einem “ materiellem mehr“, oder besser gesagt über die reine Notwendigkeit hinaus besteht, ist und bleibt es nur bei einem Modell, einem Gedankenexperiment.

Letztendlich würde in solch einem System Geld und seine Anhäufung an Bedeutung verlieren, vielleicht sogar überflüssig werden, weil es keine selbstständige Vermehrung aus sich heraus mehr geben würde.

Gerade im Hinblick auf die derzeitige Bankenkrise, die in aller Munde ist, sollte nicht vergessen werden das hier mit rein fiktiven Geldsummen gerechnet und jongliert wird, die in Wirklichkeit nie vorhanden waren, und zu denen es keinen adäquaten Gegenwert gibt, noch je gab.  Spekulationen würden in so einem System nicht mehr funktionieren, und wären nutzlos.

Karl Marx hat mit der Idee des Kommunismus ein interessantes sozio-kulturelles Wirtschaftsmodell aufgezeichnet, das nicht aufgrund der alleinigen Tatsache, das sich um Kommunismus handelt ignoriert werden sollte, obgleich das Experiment gescheitert zu sein scheint. Die Gesellschaft lässt sich nur allzu gerne zur schwarz-weiss Malerei hinreißen, und allein das Wort Kommunismus in den Mund zu nehmen lässt bei vielen Menschen schon die rote Schublade aufspringen und man wird unweigerlich als Radikaler und wirtschaftsfeindlich abgestempelt. Mit so einem gibt man sich nicht ab.

Wie soll da eine sachliche Analyse und Betrachtung von Modellen möglich sein, wenn man nich einmal bereit ist abseits der eingefahrenen und ideologisch gefärbten Pfade nach Lösungen und Erkenntnissen zu suchen?

OK, dann nehmen wir uns doch einmal die Bibel zu Hand, denn sie ist in unserem Kulturkreis anerkannt und christliche Grundwerte sind schliesslich die Stützen unserer Gesellschaft.
Vieles von dem, was gemeinhin als Wunder und mystisch interpretiert wird sehe aus vielerlei Hinsicht mehr als eine Ansammlung von Metaphern und Gleichnissen, deren Bedeutung durch die Zeit, aber auch gesellschaftlichen Strukturwandlungen immer nebulöser und schwerer verständlich werden.
Warum dem so ist, und warum es etwas mit der Art zu lernen zu tun hat, das soll an anderer Stelle einmal näher beleuchtet werden.

Nehmen wir uns doch einmal das Beispiel „Die Speisung der 10.000“ heraus. Aus scheinbar mangelhaften Ressourcen ist es plötzlich möglich das Bedürfnis nach Nahrung für eine Vielzahl von Menschen zu befriedigen. Wie kann das gehen? Das funktioniert auch heute noch, wenn alle dazu bereit sind ihre „Taschen“ einmal auszuleeren und deren Inhalt auf einen Haufen zu werfen. Wenn jeder nun nur nach der Notwendigkeit heraus handelt, dann wird ein „Mehr“ des einen durch das „Weniger“ des anderen kompensiert.  In dieser illustren Runde spielt der matereielle Status des Einzelnen keine Rolle mehr … und auf Nahrungsmittel bezogen macht es auch keinen Sinn mehr zu nehmen, als man eigentlich benötigt, denn es würde nur schlecht werden und vergammeln. In meinen Augen ein schönes und passendes Gleichnis.

Jetzt kommen wir aber zu dem eigentlichen Punkt. Wenn nun aber der materielle Besitzt des Einzelnen keine, oder nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, worüber definiere ich mich dann? Was mache ich wenn ich nicht mehr mit „Mein Haus, mein Garten, meine Yacht …“ prahlen kann um, meinen Staus innerhalb einer Gesellschaft zu demonstrieren, oder zu erhöhen?

Ahhh … es fehlt an Werten ….

Wie wäre es zum Beispiel mit Bildung ?

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