Nein, es ist kein Aufruf zu einem allgemeinen Politiker-Bashing, aber gemäß einer alten deutschen Tradition, alles negativ zu sehen, und sich einer bemitleidenswerten Schwarzmalerei hinzugeben, kommt mir doch die Idee diesen negativ besetzten Begriff „Denkzettel“ in etwas Positives und Kreatives zu wandeln.

Die Idee kam mir beim Schreiben eines Leserbriefes an die Butzbacher Zeitung (https://butzbacher-zeitung.de/), den ich hier zu gegebener Zeit auch veröffentlichen werde. Dieser Brief ist als Antwort auf einen Leserbrief gedacht, dessen Kernthema die Unfähigkeit der kommunalen Politiker war, welche die Stadt Butzbach (https://www.stadt-butzbach.de/) in den Ruin treiben. Obgleich dort Punkte aufgeführt waren, die durchaus diskussionswürdig wären, stelle ich mir jedoch die Frage, ob meine Verantwortung gegenüber dem Staat und der Gesellschaft mit der Zahlung meiner Steuern endet. Wenn ich dieses bejahe, dann muss ich auch akzeptieren, wenn im Zuge der klammen Kassen der Kommunen viele freiwillige Leistungen ersatzlos gestrichen werden. Zu solchen freiwilligen Leistungen zählen unter anderem: kulturelle Einrichtungen, wie Theater und Museen, Schwimmbäder und viele andere Dinge.

Wir haben uns an eine „Vollversorgung“ gewöhnt, weil die Kommunen auch Aufgaben jenseits ihrer Pflichten übernommen haben. Aus gutem Grund versuchen viele Kommunen auch trotz Geldnot ein kulturelles Angebot und einige freiwillig übernommene Aufgaben aufrecht zu erhalten.

Also der Kommunalpolitik und sich selber einfach mal einen „Denkzettel“ verpassen.

Solche Denkzettel könnten an zentralen Punkten, wie den DGH’s gesammelt und dann sortiert, ausgewertet und publiziert werden.

Es ist auch mein Denkzettel, auf dem ich das Ergebnis meines Denkens für Andere festhalte, welche diese Gedanken aufnehmen und weiterdenken können und auch sollen.

– Nach-Denken, welche Interessen man besitzt. (Vielleicht gibt es Gleichgesinnte?)

– Nach-Denken, welche Fähigkeiten und Kenntnisse man besitzt, die man der Allgemeinheit zugute kommen lassen   könnte.

– Nach-Denken über das, was einem noch fehlt um ein Projekt, eine Idee zu verwirklichen. (Viele gute Ideen scheitern an einer mangelhaften Konzeption)

Politiker sollten dann:

– Daran Denken, die Ideen, Ängste und Nöte der Menschen Ernst zu nehmen.

– Daran Denken, das Anfragen, Ideen usw. nicht vergessen werden.

– Daran Denken, das es darum geht ein tragfähiges Netzt zu spinnen.

 – Immer daran Denken, das sie von den Bürgern gewählte „Volksvertreter“ sind.

Der Grundgedanke liegt in der Einbeziehung der Menschen in die Gestaltung ihrer Stadt, und dem Aufbau eines Netzwerkes, in dem sich Menschen suchen und finden können.

Interessanterweise findet sich, als letzter Punkt, in den kommunalpolitischen Leitlinien der SPD Butzbach (https://www.spd-butzbach.de/) folgendes:

„Die Identifikation der Butzbacher mit ihrer Stadt soll erhöht und die Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung gesteigert werden. … Diese Kultur der Gemeinschaft und des Engagements soll gefördert werden. Netzwerke und Plattformen für den gegenseitigen Austausch sind zu schaffen.“

Na dann mal los!

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