img_8746So sollen sie einmal aussehen, unsere gedrechselten Ringe. Diese hier sind aus Eibenholz und nach dem Polieren wieder einmal nur mit Walnussöl geölt worden. Neben rein “naturbelassenen” Ringen kann man sie auch mit Rillen verzieren, die zusätzlich noch eingebrannt werden können. Wie das funktioniert, werde ich am Schluss noch zeigen.


img_8753Zuerst nehmen wir uns einen schönen Ast, den wir uns mit einer großen Schruppröhre zu einem Rundling drechseln. Man sollte jedoch darauf achten, dass gerade bei farbigen Hölzern das Kernholz in etwa den Durchmesser des Ringes hat. Hier kann man ruhig herzhaft zu werke gehen, denn die Feinarbeiten kommen erst später.


img_8755Für das Backenfutter benötigen wir noch einen Zapfen, dessen Umfang wir anzeichnen und sauber andrehen, damit der Rundling nachher im Backenfutter nicht „herumeiert“.


img_8757Hier ist der Zapfen mit einem “Anschlag” für das Backenfutter bereits fertig, und der Rest auf knapp 3 cm Durchmesser heruntergedreht. Welchen Durchmesser ihr braucht, liegt in erster Linie an der Dicke eurer Finger. Bei mir reichen 3 cm „dicke“ aus.


img_8763Dann wird das Rundholz in das Backenfutter eingespannt.


img_8765Jetzt kann vorgebohrt werden, was zwar nicht unbedingt notwendig ist, aber die Arbeit ungemein erleichtert.


img_8767Der gewünschten Ringdurchmesser wird angezeichnet und mit einem Flachmeissel oder eine kleinen Querholzröhre ausgedrechselt. Wichtig hierbei ist, das wir senkrecht zum Hirnholz arbeiten, damit wir eine gleichmäßigen Innendurchmesser bekommen.


img_8769Der fertige Rohling kann nun mit dem Abstechstahl abgestochen werden, oder wer eine ruhige Hand hat, der kann den Rohling auch mit einer Säge abtrennen. Auch beim Absägen empfiehlt es sich eine Rille vorzudrehen, damit nicht zu tief gesägt werden muss und man eine Führungshilfe hat. Wenn sich das Sägeblatt verkantet, kann es recht unangenehm werden.


img_8775Fertig ist der “Kolbenring”. Nun folgen die Feinarbeiten.


Im nächsten Teil geht es dann weiter.

 

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