img_8746Im ersten Teil haben wir den Rohling gedreht, und in diesem Teil wird es nun um die Feinarbeiten, Verzierungen und dem abschliessenden Finish gehen.


img_8775Der Rohling wird bündig in ein 4-Backenfutter eingespannt. Zunächst wird die Innenseite glatt geschliffen und poliert. Je schärfer das Werkzeug war und je sauberer man gearbeitet hat, desto weniger Arbeit hat man nun. Ich arbeite hier meist mit 240′er Körnung zum Schleifen und einer 400′er und 800′er Körnung zum anschließenden Polieren.


img_8787Ich finde es angenehm, wenn der Ring innen leicht konvex ist, zumal man bei Holz nicht vergessen darf, das es sich dabei um ein lebendes Material handelt, das sich ausdehnen und auch zusammenziehen kann. Um sich die Arbeit zu erleichtern, wird das Schleifpapier zu einer Rolle, oder um einem Rundstab gewickelt. Bei solch kleinen Durchmessern ist es nicht unbedingt ratsam mit den Fingern zu schleifen.


img_8788Jetzt geht es an die Oberfläche unseres Ringes. Dazu habe ich mir aus einem Rundholz aus Kiefer ein “Spannfutter” gebastelt. Dazu wird der Rundstab längs eingesägt und treppenförmig angedrechselt. So können wir unseren Ring mit der nötigen Spannung auf dem Futter fixieren und weiter bearbeiten.


img_8790Hier ist gut zu erkennen, das das Futter längsseitig eingesägt ist. Mit dem Flachmeissel wird nun die Ringwand auf die gewünschte Stärke heruntergedreht und dem Ring seine endgültige Form gegeben. Hier kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen.


img_8791Fertig ist das schöne Stück. Es fehlt nur noch das Finish.


img_8792Verzierungen sind immer eine schöne Sache . Mit dem Flachstahl wird eine kleine Führungsrille für den Draht, den wir gleich noch brauchen werden, “hineingeschabt”. Wen es hier verwundert, das die Werkzeugauflage sehr weit vom Werkstück entfernt ist, der hat recht. “Geschabt” wird unterhalb der Werstückmitte, der Stahl wird also “schleppend” geführt und der Griff des Stahls befindet sich dabei ausnahmsweise mal oberhalb der Schneide.


img_8794Man drückt nun einen dünnen Draht in die zuvor eingeschabte Rille. Durch die Reibung entsteht ordentlich Wärme und man sieht, wenn das Holz beginnt zu “kokeln”. Je dunkler die Färbung sein soll, desto länger muss man den Draht in die Rille drücken. Man kann, je nach Geschmack von einem hellen Braun bis zu einem tiefen Schwarz alle Farben hinbekommen.


img_8796Damit wäre auch unser verzierter Ring fertig und bereit für das Finish. Hier kann man seinen Vorlieben freien Lauf lassen, egal ob Wachs, Danish Oil oder sonst was. Ich bevorzuge hier wie üblich schlichtes Walnussöl.


Viel Spaß beim Nachdrechseln!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.