Vom Bau der 4×5 inch Lochkameras habe ich noch etliche Reste vom 8mm Buchensperrholz in der Werkstatt gehabt und in meiner Filterkiste waren noch einige Step-Up Adapter, die sich hier wunderbar eignen.

Der Plan ist einen M42 Pinhole Adapter mit Filtergewinde zu basteln um auch mal Farb- und Effekt-Filter einsetzen zu können.


Da ich meine Lochblenden immer zwischen zwei 25 mm Edelstahl-Unterlegscheiben klebe, damit man diese auch mal wechseln kann, bohrte ich zunächst mit einem 25 mm Forstnerbohrer die Halterung für die Lochblende.


Zwei der Unterlegscheiben haben ca. 2,5 mm Dicke, also Bohren und hin prüfen, ob zwei der Unterlegscheiben bündig hinein passen.


Dann noch mit einem 10 mm Holzbohrer die Sperrholzplatte durchbohren. Der Mittelpunkt ist schon durch die Zentrierspitze des Forstnerbohrers vorgegeben – Wie praktisch 🙂


Dann einen großzügigen Kreis drum herum angezeichnet. Dieser muss natürlich größer sein als der Step-Up Adapter – logisch, oder?

Das ganze wird dann grob mit einer Säge zugeschnitten.


Damit es beim Drechseln nicht so schlägt, geht es mal eben über den Bandschleifer.

Das sieht soweit dann schon mal recht manierlich aus.


Jetzt kommt der richtig spannende Teil: Wie sollte es auch anders sein … ein Abfallstück genommen und mal eben ein 25mm Holzfutter gedrechselt, auf den man den Rohling unseres Pinhole Adapters klemmen kann. 


Wem die Geschichte nicht ganz geheuer ist, der kann auch mit dem Reitstock den Rohling fest Einspannen. Zum Runddrehen ist das schon sehr hilfreich 🙂


Um den Step-Up Adapter anständig befestigen zu können messen wir mit der Schieblehre den Durchmesser und die Stärke und „versuchen“ eine Nut mit exakt diesen Massen in den Rohling zu drechseln.

Es sollte so „pi mal Daumen“ passen. Hauptsache der Adapter liegt plan auf, denn  er wird anschliessend eingeklebt.


Damit die Sache rund wird drechseln wir jetzt eine schön geschwungene Innen-Wölbung. Ab diesem Punkt habe ich mich geärgert Sperrholz genommen zu haben, denn da hier die Holzschichten quer- und längs-verleimt sind, und die Qualität nicht unbedingt die beste ist, zeigen sich hier und da Löcher, die man kaum ausgeschliffen bekommt. Auch von Aussen bekommt unser „Objektiv noch eine hübsche Form, wobei die schmalste Stelle hier von der M42 Body-Cap, vorgegeben ist.


Zu guter Letzt wird unser Objektiv noch auf die Breite des Step-Up Adapters abgedreht und alles noch einmal sauber abgeschliffen.


Ich hatte noch eine durchbohrte M42’er Body-Cap herumliegen. zur Befestigung des Objektivs werden noch 2 Löcher hinein gebohrt und das Ganze schon mal fertig montiert um zu schauen, ob auch alles so passt, wie es sein soll 🙂


Um Lichtreflexionen zu vermeiden wird das Ganze noch schwarz lackiert, wobei ich hier einfach mal schwarzen Ofenlack verwendet habe, der recht einfach anzuwenden, robust und schön matt ist.


Wenn der Lack getrocknet ist, wird der Step-Up Adapter mit Kleber wie UHU-Hart, oder auch Sekundenkleber in die gedrechselte Nut geklebt.


Ich hab’s nachgemessen. Von der Filmebene bis zum M42 Gewinde sind es 45 mm. Hinzu die Stärke der Body-Cap und einer Unterlegscheibe und so haben wir eine Brennweite von ca. 48 mm. Ich hab hier testweise mal eine 0,26 Lochblende eingebaut. Praktisch wenn man diese auch wechseln kann ohne das Objektiv zu zerstören 🙂


Dann noch die Body-Cap angeschraubt …


… und fertig ist unser M42 Pinhole Adapter 🙂


Auf die Kamera geschraubt, Objektivdeckel drauf, Film eingelegt und schon kann es losgehen.


Viel Spass beim Nachbauen 🙂

Beteilige dich an der Unterhaltung

2 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.