img_3182Hier einmal etwas völlig anderes. Angeregt durch eine der bezaubernsten Frauen die ich kenne, habe ich mich wieder an die Drechselbank begeben und ein Vierkant aus Buchenholz eingespannt. Wie es dazu kam, kann nicht mehr genau nachvollzogen werden und liegt im Dunkel der Geschichte verborgen, was hier aber auch völlig unerheblich ist.


img_3189Zunächst einmal wird der Vierkant gleichmäßig rund gedrechselt. Der Vierkant hatte eine Länge von 35 cm und eine Dicke von 6 cm. Das erste Problem vor dem ich stand war die alles entscheidende Frage: Auf welche Dicke drechsele ihn nun herunter? Also woran orientiert Mann sich nun? Ich habe mich dann für 5,5 cm entschieden und werde den Enden eine ansprechende anatomische Form geben.


img_3194Um dem ganzen ein wenig mehr Form und Pepp zu geben habe ich im Abstand von 2,5 cm mit einem Bleistift Linien auf das rotierende Werkstück gezeichnet. Hier entsteht ein gleichmäßiges Wellenmuster, daß ich auf eine Tiefe von ca. 5mm ausgedrechselt habe. Langsam nehmen auch Endstücke ihre endgültige Form an.


img_3197Jetzt hat das Werkstück schon eine recht gefällige Form angenommen. Das Wellenmuster sollte sanft schwingend sein. Ganz wichtig: Es dürfen keine Kanten stehen bleiben. Also gilt hier: Sorgsam auf sanft geschwungene Formen achten. Je sauberer hier gearbeitet wird, desto weniger Nacharbeiten sind hinterher notwendig.


img_3200Mit dem sauberen Schleifen kann man es hier nun wirklich nicht übertreiben. Man darf hier nicht vergessen, das wir hier kein Dekostück, sondern einen Gebrauchsgegenstand drechseln. Also lieber etwas mehr Zeit investieren, bevor das Werkstück dann endgültig abgestochen wird.


img_3202Das fertig geschliffene Werkstück sieht schon recht apart aus. Das freut den Drechsler, doch wir sind noch lange nicht fertig. Auch die beiden Enden müssen sorgfältig geschliffen werden.


img_3203Nun heißt es wässern und schleifen … und diese Prozedur wird so lange wiederholt, bis das gesamte Werkstück glatt wie ein Kinderpopo ist. Das dauert halt seine Zeit und Ungeduld ist hier nun wirklich nicht angesagt.


img_3205Nun geht es zum endgültigen Finish. Um eine gefahrlose Nutzung zu ermöglichen wird hier sogenannter Sabberlack verwendet. Dieser ist speichel- , Chemikalien- und abriebfest. Hier bietet der Fachhandel eine breite Palette an geeigneten Lacken an. Auch hier gilt: Lieber eine Lackschicht mehr, als eine zu wenig – für ein dauerhaft ungetrübtes Vergnügen.


img_3222Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Da bleibt mir nur noch zu sagen:

Viel Spass …

beim …

Nachdrechseln …

oder so ?


 

 

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