crw_0413-1Jetzt stand die JOBO CPE 2 schon gute 2 Jahre ungenutzt im Keller herum , und seit mehr als einem Jahr dümpelte auch das ROLLEI Digibase C41 MIDI KIT in meinem Chemieschrank herum. Jetzt war es an der Zeit sich an die C-41 Entwicklung zu wagen. Horrorgeschichten über die Farb-Entwicklung gibt es genug – davon lasse ich mich aber nicht abschrecken. Mehr als schief gehen kann es nicht.


In meinem Film-Fundus liegen noch einige KODAK GOLD 200 3er Packs herum, von denen einige schon knappe 10 Jahre abgelaufen waren. Nein … natürlich wurden diese nicht kühl und trocken gelagert, sondern lagen brav und artig im Wohnzimmerschrank herum. Also perfekte Voraussetzungen :-) 

Also auf zum Frankfurter Flughafen, eine EOS 1N mit einem Canon EF 100-300mm/1:4,5-5,6 USM Objektiv eingepackt und drauflos fotografiert. 

Trotz ihres Alters funktioniert die CPE 2 noch tadellos. Die Temperatur blieb konstant +/- 0,1 °C.  Die Entwicklungsdose, eine Jobo 1520 mit Magnet, hing aber etwas „schepp“, wie wir in Hessen sagen. Hier muss ich mir unbedingt was einfallen lassen. Für die Rotationsgeschwindigkeit gibt es 2 Stufen, eine langsame und eine schnelle. Dabei wird die Dose abwechselnd in beide Richtungen rotiert. 


Frankfurt AirportSo wirklich zufrieden bin ich mit dem Ergebnis nicht. Aufgrund der angenehmeren Entwicklungszeiten habe ich mich für die Entwicklung bei 25 °C entschieden. 


3:00 min Vorwässern
13:00 min Entwicklung
6 :00 min Bleichbad
1:30 min Stabilisator


Airport FrankfurtAuch die weitere Bilder waren nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Mit Farbverfälschungen und veränderten Kontrasten habe ich ja schon gerechnet, aber dieses grobe Korn ist doch unangenehm. 


bild014-1Zur Kontrolle habe ich auch einen „frischen“ Film verknipst und zu dm gegeben. Diese Ergebnisse (ja, ich hab mir die Foto-CD mitbestellt) sehen schon wesentlich akzeptabler aus :-) Das Fotografieren aus der Bewegung heraus, muss ich aber noch etwas üben :-)


bild031-1Beim  KODAK GOLD 200  handelt es sich ja nicht um einen professionellen Farbfilm. Bevor ich aber nicht mit der dm Entwicklung vergleichbare Ergebnisse bekomme, lohnt sich kein teurer Film.


Fazit: 

  1. Ich muss mich doch intensiver mit VueScan auseinandersetzen, denn das Scannen von Farbnegativen ist doch erheblich schwieriger, als ich dachte.
  2. In der Bedienungsanleitung zum ROLLEI Digibase C41 MIDI KIT sind keine Zeiten für die Rotationsentwicklung angegeben. Vielleicht ist die hohe Agitationsrate ein Grund für die Kornbildung?
  3. Der Versuch mit 25 °C war suboptimal, das nächst Mal werde ich doch besser die „üblichen“ 37,8 °C nehmen. Die verlängerten Zeiten (auch in Verbindung mit der hohen Agitationsrate könnten ebenfalls zur Kornbildung beitragen)
  4. Zu guter Letzt … Vielleicht doch mal ’nen frischen Film nehmen :-)

 

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