Es ist mitunter verwirrend, weil im Netz unterschiedliche Berechnungsmodelle für den Lochdurchmesser von Lochkameras existieren, dabei such man doch nur das „perfekte Loch“ für seine Kamera. :-)

Es gibt zum einen den Pinhole Designer, ein geradezu unverzichtbares Tool, vor allem für diejenigen, die auch Lochkameras selber bauen möchten. Damit lassen sich nicht nur Brennweite, Lochdurchmesser und Blende automatisch berechnen, sondern auch Zone Plates.  Besonders hervorzuheben sind die Belichtungstabellen, wahlweise mit und ohne Korrekturfaktoren für den Schwarzschildeffekt für unterschiedlichste s/w Filme, die man sich für seine Kamera berechnen lassen kann.

Der Pinhole Designer verwendet folgende Formel:

    \[ {d=c\sqrt{f*l}} \]

d = diameter (Durchmesser)
c = constant (Konstante) nach Lord Rayleigh c=1,9  
(Damit man näherungsweise auf die Werte des Tools von Dieter’s Lochkameraseite kommt verwende ich eine Konstante von c=1,56)
f = focal lengh (Brennweite)
l = wave length (Wellenlänge)  in mm (0,00055 mm = 550 nm)

 

Eine der wenigen empfehlenswerten deutschen Seiten ist Dieter’s Lochkamera Seite.  Hier gibt es ebenfalls ein Berechnungstool, bei dem eine andere Formel verwendet wird, die zu anderen Ergebnissen führt. 

Die optimale Lochgröße wird hier folgendermaßen berechnet:

    \[ {d=c\sqrt{f}} \]

d = diameter (Durchmesser)
c = constant (Konstante)  c=0,037  
f = focal lengh (Brennweite)

 

Der Durchmesser des Lochs bestimmt sowohl die Bildschärfe als auch die Intensität des auf den Film fallenden Lichts. 

    \[ {d=f/fstop} \]

d = diameter (Durchmesser)  
f = focal lengh (Brennweite)
fstop = Blende

Die Blende berechnet sich daher wie folgt:

    \[ {fstop=f/d} \]

 

 

Für die Theoretiker und Perfektionisten unter uns gibt es das empfehlenswerte Buch „Die Lochkamera“ von Ulrich C Schmidt-Ploch. Meines Wissens gibt es kein vergleichbares Buch, das sich in dieser theoretischen  Tiefe mit dem Thema „Lochkamera“ beschäftigt.

Nicht ohne Grund trägt diese Buch daher den Untertitel: „Abbildungsoptimierung und physikalische Hintergründe“. 

Ich bin nach der Lektüre dieses Buches zu der Erkenntnis gekommen, das es  das „perfekte Loch“ nicht geben kann. :-) 

 

Mit den oben beschriebenen Formeln fährt man in der Regel recht gut, zumal ich mir schon den „Vorwurf“ gefallen lassen musste, das meine Bilder zu perfekt sind. Ich denke eher, das dies eine gute Ausgangslage ist, um mit Experimenten zu beginnen. :-) 

 

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